Über mich
Hallo, ich bin Miriam Worek. Ich lebe und arbeite in München.
Seit meinem Studium der Soziologie, Kunstgeschichte und Kunstpädagogik an der LMU München widme ich mich in verschiedensten Projekten und Kontexten dem urbanen Raum, seinen unzähligen Schichten und seiner Vielstimmigkeit.
Ich arbeite ortspezifisch, medien- und disziplinübergreifend und stets gemeinsam mit Kollektiven, Institutionen oder lokalen Expert*innen an, in und um diese Orte. Ich interessiere mich für empirische Stadtforschung und Urbane Praxis. In dem Rahmen konzipiere ich Beteiligungs- und Vermittlungsformate, die neugierig machen und ein Bewusstsein schaffen für urbane Themen, für Vergangenes und Vergängliches, für Lebenswelten anderer, für im Alltag verborgene Geschichten.
Unter anderem mit einer Telefonzelle als Medium im öffentlichen Raum – dort, wo Menschen im Vorbeigehen aufmerksam werden. In der ZEITKAPSEL werden die Geschichten zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Menschen und des Ortes, an dem sie steht, zu einem lebendigen und inklusivem Archiv. Dieses Archiv ist für jede*n zugänglich und erfahrbar. Es ermöglicht alternative Perspektiven auf Stadt und die Bedürfnisse ihrer Menschen. Urbane Alltagsgeschichten treffen auf persönliche Erlebnisse, Stadtentwicklung und künstlerische Visionen auf Zeitzeug*inneninterviews.
Archivarbeit besteht für mich in der Sichtbarmachung von Unsichtbarem, Verdrängtem und Abhandengekommenem, aber immer auch aus der Begegnung im Jetzt und dem Erinnern für die Zukunft. Schön ist es, wenn dabei Geschichten und Menschen zusammentreffen, deren Wege sich sonst nicht überschneiden würden. Gemeinsam mit anderen beobachte, sammle, konserviere und collagiere ich diese (Ge)-Schichten von (im Verschwinden begriffenen) Räumen und Menschen in meiner Stadt.
Neben meiner freien Tätigkeit, arbeite ich als Projektleitung in dem soziokulturellen Zentrum Guardini90 und habe aktuell einen Lehrauftrag an der TH Nürnberg. Seit Herbst 2024 bin ich Teil des interdisziplinären Programms „Kunst als soziale Praxis" der Hessischen Theaterakademie.
Aktuell entwickle ich ein neues künstlerisches Archivprojekt an der Schnittstelle von Urbaner Praxis, Stadtforschung und Stadtentwicklung, in dem informelle "Dritte Orte", Bürger*innen als Expert*innen ihrer Stadt und Dinge als Speicher von Erinnerungen und Wissen eine wichtige Rolle spielen.
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(c) Frank Stolle