Die "Kartografie der Dinge" nenne ich die über viele Jahre entwickelte ästhetisch-ethnografische Methode, mit Gegenständen Orte zu erzählen. Aus dieser Praxis heraus ist auch das künstlerische, partizipative Stadtforschungs- und Archivprojekt Dritte*Orte Archiv entstanden. Dafür habe ich mit der Gestalterin Carina Müller (Studio MLLR) einen Stadtforschungsrucksack entwickelt, der verschiedene Werkzeuge zur Erkundung und Archivierung enthält. Der Rucksack ist mehr als ein Werkzeugkoffer. Er ist ein physischer Rahmen, der Menschen zusammenbringt und zur bewussten Wahrnehmung der eigenen Umgebung anregt.
Er lebt nicht vom technischen Inhalt, sondern davon, wie er angewendet wird. Wichtig ist hierfür ein kontextabhängiger Rahmen, eine Plattform, Begleitung und Einfühlungsvermögen. Mitwirkende beschreiben, dass sie seither ihre Stadt viel bewusster wahrnehmen, sich ausdrücken können und über die Erkundung in echten Kontakt mit bekannten wie unbekannten Orten und Menschen kommen.
In diesem Rucksack steckt sehr viel Zeit und Ideen. Nach vielen Monaten der Entwicklung und Erprobung über das Dritte*Orte Archiv, mit Studierenden und in unterschiedlichen Kontexten sind jetzt kleine und große Satelliten, Kooperationen und Aktionen mit individueller Begleitung möglich.
- Konzept: Miriam Worek
- Gestaltung: Carina Müller (Studio MLLR)
- Forscher:innenwesten: Siyoung Kim
Mehr zu möglichen Kooperationen, Satelliten und Aktionen gerne im persönlichen Gespräch. Hierfür freue ich mich über eine Nachricht an hello@miriamworek.de.